FREQUENTLY ASKED QUESTIONS
ZUM THEMA VERANTWORTUNG

Die Verantwortung für den Jugendschutz liegt nicht nur bei den Erziehungsberechtigten, sondern auch dort, wo Jugendliche ihre Freizeit verbringen. Da Ausgang und Alkoholkonsum eng miteinander verknüpft sind, spielen Sie als Veranstalterin und Veranstalter eine wichtige Rolle.

Die meistgestellten Fragen und unsere Antworten zum Thema Verantwortung.

Jugendliche wollen immer früher immer mehr erleben. Dieser Anspruch löst Unsicherheiten aus. Was dürfen Jugendliche im Ausgang überhaupt?
Ab welchem Alter Kinder und Jugendliche Konzerte, Openairs, Fasnachtsanlässe, Badi- und Quartierfeste etc. besuchen dürfen, ist nicht geregelt. Es liegt im Verantwortungsbewusstsein der Erziehungsverantwortlichen und der Veranstalter. Laut Gesetz dürfen Jugendliche unter 16 Jahren eine öffentliche Party besuchen, wenn die Erziehungsverantwortlichen die Erlaubnis geben. Veranstaltende haben immer die Freiheit, das Eintrittsalter für ihre Anlässe zu bestimmen. Sie können auch, wenn Zweifel an der elterlichen Einwilligung besteht, Jugendliche nach 21 Uhr nach Hause schicken.

Diese gesetzlichen Bestimmungen lassen viel offen. Wer trägt die Verantwortung?
Veranstaltende sind nicht verantwortlich für die Entscheide der Erziehenden. Sie tragen jedoch die Verantwortung dafür, dass das Alkoholabgabeverbot für Kinder und Jugendliche eingehalten wird.
Klare Verantwortung tragen hingegen Dancing-, Disco- und Nachtlokalbesitzende. Sie müssen Alterskontrollen durchführen, weil der Zutritt zu Dancings und Discos unter 16 Jahren und zu Nachtlokalen unter 18 Jahren verboten ist.

Wer riskiert eine Strafe, wenn an einer Veranstaltung gesetzeswidrig Alkohol an Jugendliche verkauft wird?
In erster Linie das Verkaufs- und Servicepersonal, welches direkt mit dem Kind oder dem Jugendlichen in Kontakt gekommen ist. Im Strafrecht gilt das Täterprinzip. Ebenso gut kann aber auch die Patentinhaberin oder der Besitzer belangt werden. Diese sind verantwortlich für das Verhalten der Angestellten oder Helfenden. Patentinhaberin oder Besitzer können sich nur entlasten, wenn bewiesen ist, dass das Personal genügend instruiert und überwacht worden ist.

Was riskieren die verantwortlichen Personen, wenn sie gesetzeswidrig Alkohol verkaufen?
Bei Nichtbeachtung der Vorschriften riskiert der Veranstalter oder die verantwortliche Person ein Strafverfahren, eine Geldbusse, die bis zu 5000 Franken gehen kann, oder einen Abbruch des Anlasses, der Konsequenzen wie den Verlust von Umsatz, Kunden und Image nach sich zieht.

 

Gesetzestext
Festwirtschaft und Jugendschutz
Rechte der Veranstalter
 

 

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